Montag, 21.05.2012 03:20 Uhr

Frohe Farben in warmem Ton

Verfasser: Karl J. Pfaff Kaiserslautern VHS, 01.02.2012, 14:22 Uhr
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Künstlerinnen M. del Rosario, M. Meckler
Künstlerinnen M. del Rosario, M. Meckler  Bild: Karl J. Pfaff

Kaiserslautern VHS [ENA] Die Doppelausstellung der bekannten Malerin Maria del Rosaro Edrich mit Monika Mecklers Exponaten aus verschiedenen Tontechniken, boten eine gelungene Symbiose von farbiger Ausdruckskraft, eingefangen in den ruhigen, offenporigen Plastikmotiven der studierten Architektin.

Beide Künstlerinnen arbeiten seit langem als Dozentinnen eng mit der VHS Kaiserslautern zusammen und haben in zahlreichen Kursen ihr Talent weiter vermittelt. So gesellten sich an diesem Abend im neu gestalteten Foyer des Weiterbildungszentrums viele Gäste in die Flure, um die Wirkung der künstlerischen Arrangements auf sich wirken zu lassen. Die Bürgermeisterin, Frau Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt, konnte mit Stolz das attraktiv umgestaltete Zentrum präsentieren, das sich hervorragend als Galerie eignet. Rolf Wedeking, der päd. Leiter der VHS, bedankte sich für die Neuausrichtung und wies auf Gesprächsangebote beim anschließenden kleinen Umtrunk mit ausgewählten, ordentlichen Pfälzer Tropfen hin.

Dr. Wimmer-Leonhardt, Gäste
Plastik, Monika Meckler
Bild, Maria del Rosario Edrich

Monika Mecklers gestalterische Umsetzung der einzelnen Motive mit Ton, Keramik bzw. Bronze, gaben den jeweiligen Exponaten große Aussagekraft. Der „aufgekratzte“ Torso, in Scheibenschnitttechnik, zeigte die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers. Umgekehrt gaben die Bronzeschachfiguren kaum Angriffsflächen - Symbole der Macht. Lustig, locker die kleinen Figuren in Rollentechnik und eine warme Gesichtsmaske, zeigten das Spannungsfeld ihres Schaffens. Mache Ausstellungen, wie z.B. in der Unigalerie KL, dem MPK (Pfalzgalerie) und dem Haus der Kunst in München, haben ihr überregional Beachtung geschenkt.

Torso
Schachfiguren, Bronze
Plastik

In seiner Laudatio leitete Aloys Edrich elegant über, zu den treffend ins Licht gesetzten Gemälden von Maria del Rosario: Der Untertitel der Ausstellung "Die Seele braucht Farben", lässt den Stellenwert der Farben ins Bewusstsein treten, so wie sie beispielsweise erfolgreich bei der Behandlung psychischer Krankheiten eingesetzt werden. Kritisch wird das „Schwarz–Weiß“- Denken skizziert, das häufig mit dem Begriff „alternativlos“ die zahlreichen Facetten des Bewusstseins, der Kreativität und des Handelns außer Kraft zu setzen scheint.

Flut

In den Bildern von Maria del Rosario, die ihre Wurzeln im spanischen Cordoba hat, treten stets Anklänge der tonigen, erdenen Farben der Sierra auf. Mit gleißendem Weiß kontrastiert sie und deutet eine Ferne im Licht an. Die warme Landschaft läßt sich nachempfinden. Und so verschmelzen in der Doppelausstellung die Farbeindrücke mit den rauen, aber warmen Tönen der Tonplastiken. Beide Künstlerinnen zeigten sich verwundert über den gelungenen Zusammenklang, der vor der Ausstellung nicht wahrnehmbar war. Die Ausstellung ist noch bis 24.2. in der VHS Kaiserslautern, Kanalstraße 3 zu besichtigen.

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