Montag, 21.05.2012 03:38 Uhr

Feuerwehreinsatz am Main

Verfasser: HE OF- Rumpenheim, 16.02.2012, 14:25 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Lokale Nachrichten +++ Bericht 2694x gelesen

OF- Rumpenheim [ENA] Schreck in der Morgenstunde für einen Pkw- Besitzer. Der Mann fuhr auf die Zufahrt zur Mainfähre bei Rumpenheim bei Km 48, linkes Ufer. Die Fähre befand sich am anderen Ufer, um Fahrzeuge auszuladen. Der Mann stellte den Wagen ab, stieg aus, um sich umzusehen und den vorbeifließenden Eisschollen zuzusehen. Plötzlich fuhr sein Fahrzeug an ihm vorbei, direkt ins Wasser. Was tun?

Zufahrt zur Fähre
geländet und zum Heben bereit
aus dem Wasser

Unfreiwillige Zeugen meldeten es der Polizei. Der Main hat an dieser Stelle eine enorme Fließgeschwindigkeit. Es kommt hinzu, dass jetzt das Eis von oben, d.h. aus Richtung Obermain in diesem schnell fließenden Wasser mitschwimmt. Nicht ungefährlich auch für die Fähre. Die Wassertemperatur dürfte um die 0 Grad betragen. Nach der Verständigung der Polizei, beide Bereiche, Wasserschutzpolizei und Schutzpolizei der zuständigen Dienststelle, wurden die Feuerwehren, freiwillige und Berufsfeuerwehr Offenbach, verständigt. Es wurde mit Wasserrettungsgerät und Kranwagen angerückt. Zunächst war nicht bekannt, ob sich noch Personen in dem Pkw befinden.

Nach der ersten Aufregung meldete sich dann der "Unglückspils" und gab Entwarnung dergestalt, dass keine Personen mehr im Wagen gewesen sind,als dieser bei Stromkilometer 48 des linken Ufers im Wasser unterging. Es war jetzt für die in Bereitschaft stehenden Taucher und Sicherungskräfte an der Zeit zu wassern und das abgetauchte Fahrzeug zu lokalisieren und dann an einer Leine (zunächst Leine) und dann an einem Drahtseil zu befestigen. Man bedenke: Kaltes Wasser mit Treibeis, keine Sicht! Dennoch gelang es beim ersten Versuch, den Pkw ca. 25 Meter Stromabwärts der Laderampe, zu finden und eine Leine daran zu befestigen, so dass er nicht weiter abtreiben konnte. Der Taucher war dann erst einmal wieder aus dem Wasser geholt worden.

Er konnte sich dann in einem Fahrzeug des Rettungsdienstes aufwärmen. Ein weiterer Taucher machte sich fertig, um ein Drahtseil am Wrack zu befestigen. Dazu musste auch die Uferböschung genau angesehen werden, dass beim Ziehen des Teils es nicht an etwas hängen bleiben konnte, und so durch Kraftaufwand entweder Teile abreißen oder sich Behälter (Ölwanne, Tank) öffnen und es zu einem Umweltschaden kommt. Der Wagen war durch die starke Strömung und Eisschollen ans Ufer gedrückt worden und es konnte das Stahlseil dann befestigt werden. Kein einfaches Unterfangen. Durch die Seilwinde am Kranwagen wurde der Wagen aus dem Wasser gezogen und konnte dann gehoben werden. Der Fahrzeughalter stand die gesamte Zeit bedrückt am Ufer.

Was waren wohl seine Gedanken? Wie konnte das passieren, warum war ich so gedankenlos ausgestiegen, warum musste mir das passieren .... Hoffentlich hat er eine Teilkaskoversicherung, die ggf. übernimmt, denn hier ist nicht nur der Pkw zu ersetzen, nein auch die nicht geringen Kosten für die Bergung werden im schlimmsten Fall auf ihn zukommen. Kann es schon als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt werden, wenn ich meinen Pkw an einer abschüssigen Rampe verlasse, ohne einen Gang eingelegt und die Handbremse angezogen zu haben? Dann wird die Teilkaskoversicherung wohl auf den Fahrer und Halter zukommen und Regress fordern.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.