Montag, 21.05.2012 04:31 Uhr

Was die Österreichische Post AG im neuen Jahr bringt

Verfasser: Ana Maria Ivan Wien, 22.01.2012, 12:11 Uhr
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Wien [ENA] Beginnend mit Anfang Dezember 2011 wurde die gesamte Geschäftskorrespondenz eines Buchhaltungsbüros mit dem Vermerk "unbekannt" oder "verzogen" dem jeweiligen Absender retourniert, obwohl die Postadresse nachweislich korrekt war. Die wochenlange Beeinträchtigung der geschäftlichen Tätigkeit eines Kleinunternehmens und wie die Post wochenlang (nicht) reagierte.

Die Geschäftsinhaberin des Buchhaltungsbüros in der Wiener Innenstadt berichtet von einem unbeschreiblichen Chaos: "Ich vertrete seit fast 10 Jahren viele Klienten und habe die Zustellvollmacht für die gesamte Behörden- und Bankenkorrespondenz. Verspätungen, versäumte Fristen, ein ungeheurlicher Zeitaufwand für die telefonische und schriftliche Klärung dieser Situation waren die Folge. Es entstand letztlich der Eindruck, mein Unternehmen wäre gar nicht mehr aktiv", so die Geschäftsleiterin die aus verständlichen Gründen nicht genannt werden will.

Die weitere Recherche ergab: seitens der Post kam eine einzige Reaktion, die Geschäftsleitung des Buchhaltungsbüros wurde am 2.1.2012 von einer Vertreterin des Post-Kundendienstes zwecks Detailangaben angerufen, seitdem gab es überhaupt keine Reaktion mehr. Die Post hat diese Umstände so begründet: Der Empfangsdienst des Bürohauses wo das Buchhaltungsbüro seinen Sitz hat, hätte die Post nicht mehr annehmen wollen. "Das ist eine Lüge, das Bürohaus hat schriftlich bestätigt, dies sei zu keinem Zeitpunkt der Fall gewesen, dazu hätte es nie Anlass gegeben", so die Geschäftsleiterin des Unternehmens.

Die Korrespondenz wird -nach mehr als 5 Beschwerden und nach fast 4 Wochen- nur noch zum Teil zugestellt, andere Sendungen werden nach wie vor willkürlich an den Absender retourniert, obwohl die Post mehrfach schriftlich auf diese Zustände aufmerksam gemacht wurde. "Die Post unterläßt wichtige Massnahmen, reagiert in keiner Weise auf meine Beschwerden und sendet willkürlich meine Korrespondenz retour (oder auch nicht). Meine betriebliche Aktivität ist im höchstem Ausmass von der korrekten und zeitgerechten Zustellung der Korrespondenz abhängig und durch diese Vorfälle gefährdet", so die letzte Stellungnahme des Buchhaltungsbüros.

Was muss noch passieren, bis die Österreichische Post AG eine Stellungnahme abgibt? Werden die Kundenbeschwerden einfach ignoriert, ist die Österreichische Post AG viel zu mächtig für solche Beschwerden? Wie die ORF-Berichterstattung vom 28.12.2011 zeigt, hat der Rechnungshof die Manager-Bezüge geprüft und festgestellt: "An der Spitze [steht] die Verbund AG. Hier beträgt das Durchschnittseinkommen pro Person 722.000 Euro pro Jahr also 2,5 Mal das Gehalt des Bundeskanzlers. Gefolgt von der Post AG und der Industrieholding ÖIAG".

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